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Elazar Benyoëtz zwischen Sprachen, Kulturen und Religionen

Der vom DHF geförderte knapp dreimonatige Forschungsaufenthalt an der Hebräischen Universität in Jerusalem fand im Zuge meines Dissertationsvorhabens an der Universität Wien statt, das den Arbeitstitel „Elazar Benyoëtz zwischen Sprachen, Kulturen und Religionen“ trägt.

 

Das Projekt der Elazar-Benyoëtz-Autoren-Bibliothek wurde von Dr. Jan Kühne am Franz Rosenzweig Minerva Research Center (FRMRC) initiiert. Es handelt sich dabei um eine Selektion von ca. sechshundert Werken aus der Privatbibliothek von Benyoëtz aus Jerusalem und Tel Aviv, die in die Bibliothek des Forschungszentrums eingegliedert wird. Die Besonderheit des Projekts lag in der gemeinsamen Sichtung und Auswahl von Jan Kühne und mir mit Elazar Benyoëtz. Geboren 1937 als Paul Koppel in Wiener Neustadt, Österreich, lebt der Autor seit seiner Flucht 1939 in Israel. In regelmäßigen Treffen in beiden Bibliotheken des Autors unterhielten wir uns über für ihn besonders wichtige Bücher, oftmals Widmungsexemplare. Benyoëtz stand in Briefkontakt mit zahlreichen deutsch-jüdischen Gelehrten, Literaten und Philosophen, wie Nelly Sachs, Rose Ausländer, Hugo S. Bergman, T.W. Adorno, Dan Pagis, Claire Goll, etc. Gespräche mit Benyoëtz über seine Erinnerungen können als Erstellung von Quellen im Stile der Oral History bezeichnet werden – der Autor gibt kaum Interviews, die anekdotischen Geschichten sind bislang nicht niedergeschrieben worden.

 

Nach Ankunft der Werke am Forschungszentrum begann die Durchsicht und grobe Vorsortierung, bis dann alle Werke vom FRMRC katalogisiert werden. Für mein Dissertationsvorhaben fand sich viel relevantes Material. Dazu zählen vor allem schwer erhältliche Artikel über Benyoëtz, besonders aus der frühen Zeit, frühe Reaktionen auf die Bibliographia Judaica, bisher unbekannte biographische Verbindungen, etc.

 

Besonders Widmungsexemplare, ergänzt durch darin enthaltendes archivarisches Material wie Zeitungsausschnitte, Typoskripte, Manuskripte, Briefe oder Fotos, fächern ein feines Netzwerk an Beziehungen auf, dessen Erkundung dazu dienen kann, Benyoëtz‘ literarische Einflüsse besser festzumachen. Außerdem können durch Widmungen bislang ungekannte biographisch bedeutende Beziehungen beleuchtet werden. Das Erschließen eines solchen Privat-Archivs ist umso wertvoller, da es Benyoëtz eben nicht nur als Autor, sondern auch als Leser mit Bleistift in den Fokus rückt. Es reflektiert auch den archival turn, ein neuer Zugang und Hinterfragens der Tätigkeit des Archivierens.  Ein Artikel darüber mit Jan Kühne in Naharaim soll Juni 2022 erscheinen.

 

Den Aufenthalt schloss ich mit der Teilnahme am End of Year Fellows Workshop des FRMRC ab, das als zweitägiges Retreat im Kibbutz Zuba designt war. Der Themenschwerpunkt des akademischen Jahres 2021/22 „Language, Translation and Cultural Transfer in the German-Jewish Experience“ berührt auch viele in meiner Forschung wichtigen Punkte. Am zweiten Tag der Konferenz präsentierte ich ein Paper mit dem Titel „Ein verlängerter Weg ins Deutsche. Die hebräischen Spuren des Aphoristikers Elazar Benyoëtz“, auf welches Dr. Amir Engel (Hebrew University) respondierte.

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Kooperationspartner*innen

 Universität für Musik und darstellende Kunst Graz  Universität Graz  Medizinische Universität Graz  Montanuniversität Leoben  Technische Universität Graz 

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Kontakt

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Tel: 0316 380 8073
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